Hätte, hätte....
gibt es dich? Du bist mehr als nur ein Gedanke. Meinen ganzen gestrigen Tag hast du auf den Kopf gestellt. Du bist eine Fata Morgana eines unwissenden Herzens. Du bist eine Projektion dessen, was ich Perfektion nenne. Der Charme den du versprühst, beruht auf einem tiefen Selbstbewusstsein. Vielleicht ein Selbstbewusstsein, dass dich vor Erinnerungen schützt, vor zukünftigen Konfrontationen mit dem Leben bewahren wird. Letztendlich stehst du auf deinen eigenen Beinen und läufst auf dem schmalen Grat zwischen Wahnsinn und Intellekt. Du ziehst die Menschen in deinen Bann. Jedoch gehörst du nicht zu den Menschen, die eben jene Eigenschaften ausnutzen, sondern vielmehr lässt du Vertrauen dort entstehen, wo einige schon lange nichts außer Kummer und Verzweiflung spüren durften. Du bist keine Mutter Theresa, du bist keine Märtyrerin, du bist ein Mensch aus Fleisch und Blut, der es einfach versteht Leere durch Hoffnung zu ersetzen. Selbstverständlich bist du auch keine 0815 Gestalt, die jedem gefallen will. Deine Ehrlichkeit und Direktheit verletzt auch Menschen, ganz bewusst, grausam? Vielleicht. Du machst den Mund auf, wenn andere schweigen.
Die Lippen, die verheißungsvoll Dinge in mein Ohr flüstern, wenn ich schlafe. Doch wenn ich aufwache, begreife ich nur immer wieder aufs Neue, dass diese greifbare Illusion, doch ungreifbar für mich ist.
Ich laufe durch die Straßen und zerbreche mir den Kopf ob es dich gibt? Ob ich einer Illusion hinterherrenne? Doch wie kann ich etwas hinterherrennen, was seinen Ursprung in meinem Herzen hat. An einem Ort, an dem du liebste Perfektion, Ordnung bringen könntest. Keine steife Ordnung, Ordnung die mich wissen lässt, dass ich mit dir an meiner Seite jeden Schritt in jede Richtung wagen kann. Ein Rückhalt auf ewig. Eine schöne Tatsache. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur blind und erkenne in den eigenen Reihen diese Perfektion bisher einfach noch nicht.
So werde ich auch weiterhin meine Runden ziehen und mich immer wieder mit denselben Gedanken quälen. Teufelskreis.
...Fahrradkette.
Das Leben ist ein viel zu großes Auf und Ab, als dass man es wortlos vorbeiziehen lassen kann. Hier soll das Ich im Vordergrund stehen. Ich werde Worte nehmen, sie formen, und versuchen meine Gedanken mit ihnen zu verdeutlichen. Diese Gedanken, Momente, Einfälle, Wünsche, werden manchmal kurz oder auch lang sein, aber letztlich soll dies eine Form der Verständigung sein. Meine Worte werden euer Ich entweder ansprechen oder auch nicht. Da der Ausgang ungewiss ist nenne ich es Spiel.
Sonntag, 20. Mai 2012
Montag, 14. Mai 2012
BOY
Morgens nach Hause zu gelangen und nicht ruhig einschlafen zu können, zu
wissen dass der Tag noch etwas bereithält, ist wohl kaum Gewissheit,
aber viel mehr ein Glühen, Pulsieren, irgendwo in meiner Körpermitte
gleich neben dem Käfig in dem die Schmetterlinge gefangen gehalten
werden, deren kleine metallene Pforte sich bekanntlich zur Frühlingszeit
öffnen soll, manchmal jedoch jahrelang verschlossen bleibt. Jemand
sollte mal den Öffnungsmechanismus überprüfen. Immer wieder mein Blick
zur Uhr. Obwohl ich schon längst weiß, dass ich zu spät bin. Der erste
Schritt nach draußen ist relativ unsicher. Ich laufe schneller. Meine
Haare fallen mir immer wieder ins Gesicht. Mit der einen Hand versuche
ich die Locken zu zähmen, während ich mit der anderen Hand die Kopfhörer
zu entknoten versuche. Wie schaffen die das immer wieder? Mal im Ernst!
Eben noch zwei Schlangen ähnlich auf dem Tisch liegend, fünf Minuten in
der Hosentasche und es sieht eher aus wie zehn Schlangen bei der
Paarung. Es gibt einfacheres als Vergleiche am Morgen. Entschuldigt
bitte. Musik am Morgen definitiv wichtigste Nahrungsgrundlage nach
Zigarette und Kaffee. Ob ich jetzt wohl einen Extrapost machen muss, in
dem ich vom Nikotinkonsum abrate? Ja, mir gehen definitiv zu viele
Gedanken durch den Kopf. Nun, solange der Zynismus nicht nach meinem
Verstande greift, bin ich glaube ich gesellschaftlich noch tragbar.
Trotz vieler Gedanken und eines Herkules würdigen Kampfes erreiche auch
ich irgendwann mal die U Bahn. Kopfhörer gezähmt, Kaffee, Zigarette und
Zahnpasta konkurrieren um den Geschmack, der mir auf der Zunge bleiben
soll. Mit Blick auf das "Rauchen verboten" Schild, zünd ich mir noch
eine an und schüttel den Kopf. Die 20 Meter entfernt stehende Oma,
denkt sich bestimmt "keine Erziehung", ihr denkt euch "uuuuh was für ein
Rebell". Nein, keines von beidem, schlicht und ergreifend störe ich
niemanden damit. Dort wo ich mich zu Hause fühle, da gibt es nur sehr
wenige, die wenigen sind zu 50% Raucher. Also bin ich das Zünglein auf
der Waage. Willkommen in der Demokratie. Drehe mich zum Bahnhofshäuschen
hin, erkenne in der Verspiegelung der Fensterscheibe meine Silhouette.
Der letzte Ort zum Haare richten. Es ist ohnehin ein Teufelskreis. Ich
muss lauthals lachen. Lieber Leser, lies bitte den Text noch einmal und
werde dir bewusst, dass ich all das mit einem Grinsen im Gesicht
geschrieben habe, denn irgendwie ist der Tonus, ohne ein Bild vor Augen
zu haben, allzu traurig. Ändern wir das. Also, klick den Link an und
lies es nochmal, mit der Musik im Hintergrund dazu, durch. Oder lass es
bleiben. Der Klang der Worte liegt bei dir selbst. Ich drücke "Play",
wie jeden Morgen
Play
Play
Sonntag, 13. Mai 2012
Unwissenheit ist keine Falle.
Wo war ich? Wo bin ich? Wie bin ich hierher gelangt? Wieder einer dieser Morgende an denen Erinnern zur olympischen Sportart wird. Ich bin definitiv nicht Goldmedaillen würdig, auch wenn der Schein der Sonne meinen Kopf bestimmt zu vergolden scheint. Ein Heiligenschein ist der reinste Witz dagegen. Augen liegen schwer, Schlaf für 2 Wochen in meinen Augen, doch nichts dagegen im Vergleich zur Blindheit die mich so plötzlich erfasst, in der ich verstehen will, wahrnehmen will, hier sein will. Mein Hier beschränkt sich vorerst auf mein Bett, halbausgezogene Kleidung weiblicher Natur, die restliche Hälfte auf dem Boden verstreut. Alkohol überall verteilt, Gläser in Massen, die Wände wirken durch das sich brechende Licht in einem Meer von kleinen Sonnen getaucht. Zufriedenheit ergreift mich. Beruhigung lässt die Unwissenheit verschwinden, unwichtig erscheinen.
Ich lege mich wieder hin.
Ich atme die Zeit, die ich lebe, ein.
Ich lächele.
Ich lege mich wieder hin.
Ich atme die Zeit, die ich lebe, ein.
Ich lächele.
Sonntag, 6. Mai 2012
Innerer Frieden - für den Moment
Die Uhr zeigt.....20:50!
Endlich darf ich im Bett liegen. Keine Schule, kein Feiern, keine Freunde, keine Eltern, keine Pläne. Obwohl einen Plan hab ich dennoch. Das Ventil öffnen. Alles mal rausströmen lassen und den Kopf frei machen. Blicke zur Decke. Versuche mich zu erinnern. Alles rauscht vorbei im Sekundentakt. Uhr zeigt 20:55. Versuche mental auf Pause zu drücken. Schneide im Kopf zusammen, was zusammengehört. Ordnung der Gedanken, um ehrlich zu sein gibt es meiner Meinung nach Einfacheres. Eigenartigerweise denke ich aber nur an einige wenige Momente. Nein, es ist nur einer. Ich saß mal wieder in der U-Bahn. Während ich mich noch fragte, wieso ich das Verlangen hatte "Der Sieger bleibt allein" ein viertes Mal zu lesen, suchte ich nach Merkmalen die Igor und ich gemeinsam hätten. Er, ein Intellekt im inneren Ungleichgewicht. Dafür zerstört er Welten. Wäre ich auch dazu bereit? Ich denke nicht. Denn exakt in diesem Moment begriff ich, dass diese Woche eine gute Woche war. Kein Zerwürfnis, keine Verirrungen und Wirrungen. Recht traurig, dass wir alle einen Großteil der Zeit im Ungleichgewicht verbringen...ich falle zu oft, doch diesmal bin ich stehen geblieben. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass diese Woche einem kompletten Gleichgewicht unterlag, doch muss ich zugeben, dass keine Luft rausströmt. Das Ventil in meinem Kopf gibt nichts her. Ich muss wohl seelische Belastung und körperliche Erschöpfung verwechselt haben.
Greift die Verwirrung nun um sich? Eigentlich wollte ich nur diesen "goldenen" Moment des Inneren Friedens verinnerlichen, wenn nötig sogar anhalten...
...mittlerweile 21:32...
Endlich darf ich im Bett liegen. Keine Schule, kein Feiern, keine Freunde, keine Eltern, keine Pläne. Obwohl einen Plan hab ich dennoch. Das Ventil öffnen. Alles mal rausströmen lassen und den Kopf frei machen. Blicke zur Decke. Versuche mich zu erinnern. Alles rauscht vorbei im Sekundentakt. Uhr zeigt 20:55. Versuche mental auf Pause zu drücken. Schneide im Kopf zusammen, was zusammengehört. Ordnung der Gedanken, um ehrlich zu sein gibt es meiner Meinung nach Einfacheres. Eigenartigerweise denke ich aber nur an einige wenige Momente. Nein, es ist nur einer. Ich saß mal wieder in der U-Bahn. Während ich mich noch fragte, wieso ich das Verlangen hatte "Der Sieger bleibt allein" ein viertes Mal zu lesen, suchte ich nach Merkmalen die Igor und ich gemeinsam hätten. Er, ein Intellekt im inneren Ungleichgewicht. Dafür zerstört er Welten. Wäre ich auch dazu bereit? Ich denke nicht. Denn exakt in diesem Moment begriff ich, dass diese Woche eine gute Woche war. Kein Zerwürfnis, keine Verirrungen und Wirrungen. Recht traurig, dass wir alle einen Großteil der Zeit im Ungleichgewicht verbringen...ich falle zu oft, doch diesmal bin ich stehen geblieben. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass diese Woche einem kompletten Gleichgewicht unterlag, doch muss ich zugeben, dass keine Luft rausströmt. Das Ventil in meinem Kopf gibt nichts her. Ich muss wohl seelische Belastung und körperliche Erschöpfung verwechselt haben.
Greift die Verwirrung nun um sich? Eigentlich wollte ich nur diesen "goldenen" Moment des Inneren Friedens verinnerlichen, wenn nötig sogar anhalten...
...mittlerweile 21:32...
Samstag, 28. April 2012
Der stille Rückhalt
Manchmal gibt es diese schwarzen Löcher, ein schwarzes Loch reicht um nie wieder aufstehen zu können. Manchmal erwarte ich sie aber bereits schon ein paar Stunden vorher, und dann wenn sie gerade dabei sind mein Ich undefinierbar zu machen, stehen dort viele Menschen. Menschen wie Max, Indra, Daniel, Lea, Ulf Wofür? Weil sie einen stillen Rückhalt bilden. Ein Rückhalt den ich zurzeit wirklich gebrauchen kann. Es fällt mir keine Last von den Schultern, nein, sie bröckelt von meinem Herzen. Stille Sorgen sind tiefer Natur. Kannst du sie ergründen? Nein? Es liegt nicht immer nur bei dir. Schau dich um, man findet mehr als man glaubt. Dieses "mehr" sind die Menschen, die wir lieben sollten.
Mittwoch, 18. April 2012
Der Mann mit den Seilen.
05:09. Wahrscheinlich liegen die meisten von euch in den Betten, träumt von den riesigen Dingen, die ihr euch schon von Kindesfüßen an wünscht, oder ihr träumt von dem was ihr bereits habt, oder gehen lassen habt. Pläne zu verlieren ist normal, Neue entstehen. Immer und immer wieder.
Auch ich versuche zu träumen - doch wie soll das von statten gehen, wenn ich das Gefühl habe, dass Schlaf mich zu schwach macht. Zu schwach um die Seile zu halten, die sich von Stunde zu Stunde immer tiefer in meine Hände schneiden. Ich stehe in einem riesigen Gebäude. Das Mauerwerk ist so hoch...Ich kann vor Anstrengung den Kopf kaum heben. Ich versuche durch meine Faust hindurch die Seile zu erkennen, doch habe ich das Gefühl, sie kaum von meinen Handflächen unterscheiden zu können. Es wirkt als würden sie in meinen Händen enden. Eins werden. Ich spüre die Anspannung der ich ausgesetzt bin. Ich verstehe sie nicht. Denken fällt mir zu solch später Stunde immer schwerer. Traurig wenn der Kopf einen verlässt. Verdammtes Selbstmitleid.
05:16. Ich weiß was es ist. Ich versuche all das was auseinanderzubrechen scheint zusammenzuhalten. Doch es will mir nicht so recht gelingen. Die Wände erbeben bei jedem meiner Atemzüge. Müdigkeit, wie schön wäre es zu gähnen. Stattdessen warte ich darauf, dass alles einbricht. Ich mittendrin.
Auch ich versuche zu träumen - doch wie soll das von statten gehen, wenn ich das Gefühl habe, dass Schlaf mich zu schwach macht. Zu schwach um die Seile zu halten, die sich von Stunde zu Stunde immer tiefer in meine Hände schneiden. Ich stehe in einem riesigen Gebäude. Das Mauerwerk ist so hoch...Ich kann vor Anstrengung den Kopf kaum heben. Ich versuche durch meine Faust hindurch die Seile zu erkennen, doch habe ich das Gefühl, sie kaum von meinen Handflächen unterscheiden zu können. Es wirkt als würden sie in meinen Händen enden. Eins werden. Ich spüre die Anspannung der ich ausgesetzt bin. Ich verstehe sie nicht. Denken fällt mir zu solch später Stunde immer schwerer. Traurig wenn der Kopf einen verlässt. Verdammtes Selbstmitleid.
05:16. Ich weiß was es ist. Ich versuche all das was auseinanderzubrechen scheint zusammenzuhalten. Doch es will mir nicht so recht gelingen. Die Wände erbeben bei jedem meiner Atemzüge. Müdigkeit, wie schön wäre es zu gähnen. Stattdessen warte ich darauf, dass alles einbricht. Ich mittendrin.
Donnerstag, 12. April 2012
Das kalte Piepen
Ich habe Angst.
So etwas gebe ich wirklich nicht gerne zu. Ich bleibe lieber im Bett liegen und versuche den Gedanken sowie mein pochendes Herz zwischen unzählbaren Kissen und der viel zu warmen Bettdecke zu verstecken. Schaue raus, suche Mut und Kraft, verdammtes Aprilwetter. Ich versuche normal in den Morgen zu starten doch "normal" ist heute gar nichts. Draußen bekommt man depressive Gedanken kostenlos von den verbitterten Gesichtern der Menschen mitgegeben. Nirgendwo ein Lachen. U Bahn fahren ist die reinste Qual. Es wird nicht gerade dadurch leichter, dass 5 Türken einsteigen, die meinen sie hätten in Berlin Wedding ein zweites Istanbul gegründet und müssten sich dann dementsprechend wie Marktschreier in der U Bahn anschreien. Nerven liegen blank.
Ich halte kurz inne.
Habe selten solch einen Moment erlebt in dem ich meinte zerbrechen zu können. Wie viel es wohl noch bis zum inneren Zusammenbruch bedarf? Was passiert dann? Ich glaube das ungemein gefährliche an einem inneren Zusammenbruch ist die Tatsache, dass niemand weiß was dann kommt. Ja, die alte gute verfickte Ungewissheit.
Ich rauche eine.
Ich will dort nicht rein. Ist die Operation schon vorbei? Wie ist sie ausgegangen? Treff ich auf den behandelnden Arzt oder Chirurg? Wann hört diese scheiss Fragerei auf???
Ich geh rein.
Überall nur kaltes Piepen, hier sollte niemand sterben.
Ich will dort nicht rein. Ist die Operation schon vorbei? Wie ist sie ausgegangen? Treff ich auf den behandelnden Arzt oder Chirurg? Wann hört diese scheiss Fragerei auf???
Ich geh rein.
Überall nur kaltes Piepen, hier sollte niemand sterben.
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